Die Beurteilung der Normalhörigkeit in der Hals-Nasen-Ohren-ärztlichen Begutachtung

Translated title of the contribution: The definition of normal hearing for otorhinolaryngological appraisal

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

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Abstract

Normalhörigkeit ist der Hörbereich, bei dessen Übertreten wir von dem Vorliegen einer Hörstörung sprechen. Die "Königsteiner Empfehlung" z. B. versteht unter Einschränkung des Hörvermögens jede von einer altersentsprechenden individuellen Normalhörigkeit abweichende Hörminderung. Doch wie definiert sich Normalhörigkeit in der Begutachtung, besonders wenn man Bezug auf das jeweilige Lebensalter nehmen will? Der leiseste vom Menschen erkannte Ton kennzeichnet die Hörschwelle. Da die Hörschwelle keine physikalisch definierte Größe wie z. B. die Schallgeschwindigkeit darstellt, kann die Hörschwelle nur im Vergleich zur einer Bezugsgröße (Referenzwert, Bezugshörschwelle) bestimmt werden. Dies wird als "audiometrische Nulllinie" - "audiometric zero" oder "reference equivalent threshold sound pressure level" (RETSPL) - bezeichnet.
Die audiometrische Nulllinie als Bezugsgröße der Normalhörigkeit wurde im Lauf der Zeit verschieden festgelegt, da sie an bessere technische Möglichkeiten und neue Erkenntnisse angepasst wurde. Abgesehen hiervon ist die Hörschwelle per se abhängig von Alter, Geschlecht, aber auch Ethnizität des Betroffenen und interindividuellen konstitutionellen Variationen, sodass sie immer nur einen Mittelwert darstellt.
Translated title of the contributionThe definition of normal hearing for otorhinolaryngological appraisal
Original languageGerman
Pages (from-to)382-384
Number of pages3
JournalHNO
Volume62
Issue number5
DOIs
Publication statusPublished - 16 Mar 2014

Keywords

  • normal hearing
  • definition
  • medical expert
  • Normal hearing, definition, apparaisal

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